Mitte-Ende März 2026 – Vom Profi zum ambitionierten Laien 

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Mittlerweile stecken wir mitten in unserer (H)AusBauphase. Wer schon einmal gebaut hat, weiß, was da alles auf einen zukommen kann – und verdrängt es vermutlich erfolgreich. Andere sind neugierig genug, sich das Ganze freiwillig anzuschauen. Und wer noch nie gebaut hat, überlegt sich spätestens jetzt, ob das wirklich eine gute Idee ist. 

Aber für alle, die irgendwann mal selbst bauen wollen, könnte es ganz aufschlussreich sein, was einem dabei so begegnet. Frei nach meinem Vater, der nach dem Hausbau meiner Eltern immer sagte: „Baue, und du lachst dich kaputt!“ Aber lest selbst, oder steigt rechtzeitig aus. 

Über unsere Baufirma Talis können wir wirklich nichts Schlechtes sagen. Der Bau lief gut, größere Katastrophen blieben aus, und die „Holzwürmer“ waren sogar eine Woche früher fertig als geplant. Einzig die Koordination der einzelnen Gewerke, die wir direkt beauftragt haben und die nun noch anstehen, gestaltet sich etwas kompliziert. Einige Dinge, die nun in unserer Verantwortung liegen, wurden uns vorab gar nicht mitgeteilt – da fühlten wir uns stellenweise etwas alleingelassen. 

. . . und jetzt kommen wir dran . . .

Nach Abschluss des Innenausbaus kam vor zwei Wochen der Estrich fürs Obergeschoss. Unser „Meister Röhrig“ hat seine Leitungen Zug um Zug verlegt und dürfte in etwa zwei Wochen mit der Installation der Sanitäreinrichtungen beginnen. Die Strippenzieher haben inzwischen genug vom Strippenziehen und widmen sich nun unseren innovativen Fensterheizungen. Zwei Räume sind – unter leichtem Protest des Fliesenlegers („das ist noch zu früh, der Estrich braucht noch etwas Zeit“) – bereits gefliest, und unser Wandveredler ist fast fertig mit dem Verputzen. Streichen wollen wir selbst – wir brauchen ja auch unsere kleinen Erfolgserlebnisse. 

Der Schreiner unseres Vertrauens hat bereits letzte Woche die Küche geliefert und inklusive aller Geräte eingebaut. Das hat alles gut geklappt. Die Küche ist ein Traum und wir freuen uns darauf, sie bald einweihen zu können. Besonders gefallen uns die kleinen „Eyecatcher“, die ein klassisches Küchenstudio so nie hätte umsetzen können. Schon alleine mangels Holzbretter aus 300-jähriger Eiche! 

Das erste was in unserem Rohbau fertig wurde!

Die Wassermänner, die für unseren Bauwasseranschluss bereits dreimal zum Buddeln da waren, haben es heute tatsächlich geschafft, auf Anhieb Wasser ins Haus zu legen. Nur bei den – von ihnen selbst vorbereiteten Anschlüssen vor dem Haus – mussten sie wieder eine Weile suchen. War es damals die Stromleitung für die öffentliche Beleuchtung, die sie erfolgreich gekappt hatten, traf es diesmal unser Abwasserrohr. 👏🏻👏🏻 Shit happens.

Und übermorgen kommen die Stromer. Bis dahin müssen wir noch einen Meter Graben ausheben, weil sich die Wassermänner nicht bis an den Baustromkasten herangetraut haben. Da der strom­eigene Baggerfahrer ausgebucht ist, freut sich Eva schon aufs Baggern. Solange sie keinen der Handwerker anbaggert, ist mir das recht – sie ist schließlich die Frau fürs Grobe.

Und so lief das dann auch! Die Stromer legten ihr Kabel auf den wieder etwas gefüllten Graben und weg waren sie. Wir mieteten also einen kleinen Baggern und Eva baggerte . . . ok, sagen wir, sie übte sich im meditativen Baggern. Ich habe es auch kurz versucht – mit einem schwierigen Stück – und bemerkt, das ich da mit der Schippe schneller bin! 

Meditatives baggern nach Friedensreich Krishna (oder so ähnlich)

Die „achtsame“ Baggerführerin hat den Graben aber immerhin zu bekommen. Zumindest bis vors Haus. Die Veranda wollte sie freundlicherweise nicht gleich wieder einreißen.

Wir fangen also so langsam mit „unserem Innenausbau“ an. Wir streichen Wände, müssen die Abwasserlöcher in der Bodenplatte zu betonieren, demnächst Böden legen und aussen den Weg zum Haus wieder herrichten und etwas verdichten.

Wenn wir es so richtig bedenken, gibt es gar nicht so viel zu meckern. Hat doch – soweit – alles ganz gut geklappt . . . .

  • Fortsetzung folgt –
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