So langsam kommen wir in unserem neuen Haus und unserem Leben hier oben an. Ein paar Kleinigkeiten fehlen zwar noch – die Zimmertüren zum Beispiel. Ohne die gibt es auch keine letzten Sockelleisten, die Schränke stehen noch nicht an ihrem endgültigen Platz, und so ganz fertig ist das Ganze eben noch nicht. Aber auch das ist absehbar.
Wir sehen Licht am Ende des Tunnels – denn die ersten Lampen hängen auch schon.
Und überhaupt: Wir haben es uns inzwischen schon richtig schön gemacht und fühlen uns wohl in unserem neuen Zuhause.
Dafür gab es letztens noch einen kleinen Endspurt beim Bodenlegen. Die oberen Zimmer hatten wir ja bisher nicht fertig bekommen, weil uns schlicht die Zeit und irgendwann auch ein bisschen die Motivation gefehlt hatten. Da sich aber die ersten Übernachtungsgäste angekündigt hatten, mussten wir jetzt ran. Und tatsächlich: Am Abend vor der Ankunft unserer Besucher waren wir fertig. Yes!!! Das Gästezimmer war bezugsfertig und der Flurboden endlich begehbar. Just in time, sozusagen. 💪

Erst kam also Lothars Bruder mit Frau, ein paar Tage später eine liebe Freundin von Eva. Und wenn wir nicht gerade arbeiten, gibt es hier auf Eiderstedt noch jede Menge anderes zu erleben – unsere Gäste dürfen dabei natürlich immer mit.
Es finden fast ständig Konzerte statt, seien es Coverbands beim Packhaus von Tönning, oder die Musikantenbörse, die im Juli und August jeden Dienstagabend in Garding stattfindet. Acht Bands auf fünf Bühnen – absolut einen Besuch wert. Dazu kommen Maibäumchen-aufstellen (kein Vergleich zu Süddeutschland – die Bäume wachsen hier halt nicht in den Himmel), Street-Food-Festivals, (Jubiläums-)Ringreiten, Hafenfest oder andere Veranstaltungen.
Es wird uns hier nicht langweilig und wir können unseren Besuchern schon so manches bieten. Zumindest im Sommerhalbjahr, im Winter ist weit weniger los.
Das Notwendigste im Haus ist also erledigt. Das Wetter ist (meistens) schön, darum fingen wir dann mal mit dem Garten an. Unsere Leidenschaft für‘s Gärtnern und für Blumen und Pflanzen hat uns ja überhaupt erst in den Norden und zu diesem großen Grundstück gebracht. Sämtliche Pflanzen, welche wir von unserem Balkon im Schwäbischen und von anderen „Gelegenheiten“ (ich sag nur Rosenträume in Friedrichstadt…) mit nach Eiderstedt gebracht haben, stehen ja vor, neben und hinter dem Haus an den Wänden. Da wartet also noch jede Menge Arbeit auf uns.
Zuerst haben wir aber aus den vorhandenen Paletten und Spanplatten provisorische Terrassen gebaut. Immerhin haben wir insgesamt 4 davon! Die drei überdachten Terrassen haben wir zwischenzeitlich befestigt und mit „Stoff“ bezogen, sprich Malervlies.

Als Nächstes begannen wir mit dem ersten Beet, das wir vor der Küchenterrasse anlegen wollten. Es hieß also Rasen umgraben, Kanten befestigen und alles schier machen (wie man hier so sagt). Wir dachten an ein „schwarz-weißes“ Beet! Also, schwarze Blumen gibt es ja eigentlich nicht, aber purpurfarben und dunkelrot etc. Dann kamen einige unserer Pflanzen hinein und dazu Schmetterlingsflieder, Rhododendren, Sonnenhut, Purpurglöckchen, Schokoladenblume (leider nicht essbar), Rosen usw.. Das ist für uns was für‘s Herz! Der Platz für die Kräuterspirale ist abgesteckt und ein Hochbeet haben wir ebenfalls begonnen. Außerdem haben wir den Giersch unterm vorhandenen Haselnussstrauch, den Eva auch schon zum Kochen verwendet hat, versucht durch ein kleines Beet mit Lila Storchschnabel und Ehrenpreis, einzudämmen. Klappt leider nicht so ganz, der Giersch zeigt sich unbeeindruckt! 😒

Und ein weiterer großer Schritt sollte auch noch erfolgen, sobald der zuständige Türenmeister wieder aus dem Urlaub zurück ist: unsere Zimmertüren sind fertig und sollen Ende Juli eingebaut werden. Wir können es fast nicht glauben.
Auch wenn wir das alles hier genießen, so drängt sich doch auch immer wieder ein kleines Häuschen in den Hochvogesen in unsere Gedanken. Im Haus Elsa war schon seit Monaten niemand mehr, und es wird allerhöchste Zeit, dass wir dort einmal nach dem Rechten sehen. So wird unser diesjähriger Urlaub nicht auf Amrum stattfinden, sondern in Frankreich. Denn endlich ist soweit alles am Laufen und wir haben eine kleine zeitliche Lücke gefunden, um uns ein bisschen zu erholen.
Jetzt müssen wir nur noch hoffen, dass uns die Arbeit dort nicht gleich wieder über den Kopf wächst …

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