Wir sind auf dem Weg nach Amrum. Schon wieder, werdet ihr vielleicht fragen? Ja, schon wieder! Und zum ersten und wahrscheinlich einzigen Mal kommen wir mit dem Auto auf die Insel. Was macht man nicht alles für seinen zukünftigen Schwiegervater 🤷🏻♀️.
So sind wir also gestern, fast auf den Tag genau ein Jahr, nachdem wir letztes Jahr unseren „Halte ich es hier aus“ -Urlaub gestartet haben, wieder losgefahren nach Eiderstedt. Nach einer Stippvisite im Wohni – auf unserem Grundstück in Tönning – sitzen wir jetzt auf der „Schleswig-Holstein“ und schippern gemütlich gen Amrum.
Es geht auf 20 Uhr zu und wie so oft stehe ich (Lothar) die letzten Seemeilen vor Amrum auf Deck. Ein starker, aber warmer Wind weht mir ins Gesicht. Das Wetter ist klar, die Warften links auf Langeness sind greifbar nah zu erkennen. Der Himmel ist wolkenverhangen und absolut faszinierend. Zwischen den dunklen Stratus- und Cumuluswolken finden sich helle Lichtecken und die untergehende Sonne bemalt den Horizont aprikotfarben. Amrum kommt immer näher, sein Leuchtfeuer wirft regelmäßig einen Willkommensgruß übers Meer. Es ist Flut und vom südlichen Teil des Kniepsandes, dem Kniephaken, sind fast nur noch die Dünen zu sehen. Die lange Sandbank südlich von Wittdün scheint verschwunden. Ich stehe da und genieße den Anblick des Himmels in vollen Zügen. Hm, seltsame Redensart für einen Schiffsreisenden. Passender wäre wohl eher . . . auf halbvollen Schiffen.

Diese biegt nun nach rechts ab, auf die Anlegestelle zu. Per Durchsage werden die Fahrer gebeten, sich zu ihren Fahrzeugen zu begeben. Geht mich ja nichts an. Oh doch, denke ich plötzlich, wir sind ja mit dem Auto da. Wenig begeistert mache ich mich auf den Weg und sammle unterwegs auf dem Passagierdeck noch Eva ein.
Von der Fähre runter, fahren wir nach Norddorf und wollen nun mal schauen, ob es das Hotel Hüttmann in unsere Amrum-Top Ten schafft. Denn ebenfalls zum ersten und vielleicht einzigen Mal, werden wir im Hotel übernachten. Wir haben im „Hüttmann“ in Norddorf gebucht, dem führenden Hotel im Ort, wo sogar die Preise Dünenhöhe erreichen. Mal schauen ob es hält, was wir für den Preis erwarten (können sollten)! Morgen kommt dann noch ein kleiner Schwung engster Verwandter, die ebenfalls im „Hüttmann“ unterkommen. Außerdem noch eine gemeinsame Freundin. Diese hatte einstens einen Freundschaftsdienst angeboten, bzw. eingefordert. So kommt sie dann wohl morgen mit dem Flieger über Hamburg nach Amrum. Die Geister, die Frau rief.

Mal schauen was die 3, 4 Tage auf Amrum diesmal interessant für uns bereithalten. Wir werden unserer „Familie“ sicher ein paar schöne Orte zeigen, viel Zeit dafür haben wir allerdings nicht. Wir sind mal gespannt!
Denn am Freitag . . . doch davon erzählen wir übernächste Woche.


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