Auch unseren (für diesmal) letzten Tag auf Amrum wollten wir noch gemeinsam mit unseren Gästen verbringen. Nach einem ausgiebigen Frühstück folgte dann der unvermeidliche Teil des Urlaubs: packen, zusammenräumen und Abschied nehmen.
An der Ferienwohnung unserer jungen Gäste gab es ja einiges auszusetzen – und leider war davon trotz vorheriger Versprechen nichts behoben worden. Beim Bezahlen führte das allerdings zu einem überraschend langen und sehr freundlichen Gespräch mit der Rezeptionistin. Das Ergebnis: Uns wurde großzügig ein kompletter Tag erlassen. Sie hat sich wirklich reingehängt – genauso wie eigentlich das gesamte Hüttmann-Team.
Am Ende bleibt dennoch festzuhalten: Beim aktuellen Preis-Leistungs-Verhältnis reicht es für das Hüttmann leider nicht für unsere Top Ten.
Nachdem wir dann unser Gepäck verstaut oder zwischengelagert hatten, machten wir uns zusammen auf zum Minigolfplatz von Norddorf, wieder bei traumhaften Wetter. Ganz ehrlich, die Vorhersage war ja für die drei Tage nicht so dolle gewesen. Aber die Insel meinte es wieder gut mit uns, es wurde jeden Tag schöner. So konnten wir heute im T-Shirt raus, und das Anfang September.
Wir also zusammen los. Am Minigolfplatz hat sich mein neu gewonnener Schwager mit Familie von uns verabschiedet. Sie wollten noch eine kleine Wanderung zum Quermarkenfeuer und zum Strand dahinter machen. Wir anderen haben noch eine gemütliche Runde Minigolf gespielt.

Lothar und ich waren aber irgendwie noch nicht ganz auf unsere Dünenwanderkosten gekommen. Deshalb beschlossen wir, dass wir beide noch nach Nebel wandern wollten. Die „Kids“ kümmerten sich derweil um ihren neugewonnenen Opa. Wir verabredeten uns alle auf eine Torte oder ein Eis im Friesencafé und los ging es. Auch wenn wir den Weg nun doch schon ein paarmal zusammen gegangen waren (und ich alleine noch einige Male mehr), ist er immer wieder schön. Ein kleiner Tipp an zukünftige Amrum-Besucher, die sich von unserer Begeisterung anstecken lassen: die Strecke zwischen Wald und Dünen von Norddorf nach Nebel ist ziemlich windgeschützt, es wird also teilweise sehr warm dort. Zieht euch entsprechend „zwiebelig“ an, denn später pfeift der Wind wieder um die Häuser.
Im Friesencafé gab es wieder lecker Torte oder Eis, Lothars Vater und „Evas“ Kinder teilten sich einen Tisch mit Strandkorb. So wie es aussah, hatten sie viel Spaß miteinander. Überhaupt ist es schön zu sehen, wie unsere zwei Familien, die sich noch nie begegnet waren, zusammengefunden haben.

Dann war es auch schon so langsam Zeit, sich zur Fähre auf zu machen.
Wie immer ein klein wenig trauriger Abschied; wie bisher leider immer, waren wir wieder zu kurz auf Amrum gewesen. Und wieder standen wir auf der Fähre, schauten zu, wie Amrum immer kleiner wurde und dachten nochmal an die wunderschöne Zeit dort zurück.

In Dagebüll angekommen, hatte der Sonnenuntergang dieses Mal sogar noch eine Besonderheit für uns: während die Sonne vor einem leuchtend bunten Himmel im Meer versank, ging im Osten der Mond auf – und was für einer! Es war der Blutmond, der tief und groß am Himmel erschien, in einem unwirklichen Rosa.

In seinem Licht fuhren wir nach Eiderstedt, die Kids in ihre Ferienwohnung – einfach zum Entspannen. Wir dann weiter nach Tönning, zum Wohni, unserem kleinen Zuhause. Dort würden wir noch ein paar Tage verbringen – um verschiedene Termine wahrzunehmen. Wat mut, dat mut!


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