Letzten Sonntag hatte ich (Eva) zum gefühlt hundertsten Mal in unsere Bauakte mit der „Bauampel“ geschaut. Die stand seit Anfang Juni stur auf Rot. Keine Bewegung, nicht das leichteste Zucken in Richtung gelb, oder gar grün! Manch einer wird jetzt vielleicht denken: „was stellen die sich so an, es sind ja gerade erst ein paar Monate vergangen. Andernorts dauert sowas auch schon mal Jahre.“ Das ist völlig richtig – rein objektiv gesehen. Subjektiv (oder besser gefühlt?) warten wir schon seit letztem September darauf, dass es los geht.
Und dann, an besagtem Sonntag Anfang Oktober schaue ich auf die Ampel und traue meinen Augen nicht! Ohne Gelbphase ist sie direktem auf Grün gesprungen. Wie beim Monopoly- „gehen Sie nicht über Start, begeben Sie sich direkt dort hin“. Es war ein echt tolles Gefühl, hatte ich bis dahin doch immer noch die Sorge, dass unser Arbeitsanbau die Genehmigung nicht möglich machen würde. Aber die Sorgen waren umsonst, und mir fiel ein ganzes Gebirge vom Herzen.
Diesen Freitag war es soweit: der lang ersehnte Brief aus Husum ist angekommen: wir haben unsere Baugenehmigung- schwarz auf weiß!Nun haben wir auch endlich etwas Greifbares: einen Stapel Papiere, und auf dem vordersten Blatt steht: Genehmigung erteilt!

Allerdings hatten wir inzwischen bewusst etwas Druck aus der ganzen Sache genommen. In unserem August-Beitrag hatten wir ja bereits von unseren Überlegungen erzählt, jetzt schon mal eine kleine FeWo kaufen oder mieten zu wollen. Das war ja eigentlich erst ab 2027 geplant. So aber könnten wir einen Umzugstermin festzurren und hätten Planungssicherheit. Im September, nach unserem Amrumurlaub und drei weiteren Nächten im „Wohni“, schauten wir uns dann schon einmal zwei mögliche Objekte an. Die Kids waren währenddessen bestens untergebracht und hatten sich für 3 weitere Urlaubstage auf unserem Lieblingsferienhof einquartiert.
Bei einem unserer Besuche dort kam im Gespräch mit den Gastgebern auch zur Sprache, dass wir gern schon im Januar nach Nordfriesland ziehen möchten – einfach, um endlich wirklich planen und ankommen zu können. Und diese wunderbaren Menschen machten uns ein Angebot, das vieles leichter werden ließ: Für die Zeit, bis unser Haus fertig sein wird, boten sie uns eine Unterkunft an. So können wir vor Ort wohnen und arbeiten und sind ganz nah an der Baustelle. Mal eben rüberfahren, abends noch ein paar Wände streichen, an den Böden arbeiten oder erledigen, was gerade ansteht – ohne jedes Mal eine Reise daraus zu machen.

Wir müssen sagen: Das entspannt die Gesamtsituation ganz erheblich. Ob das Haus nun ein oder zwei Monate früher oder später fertig wird, ist dadurch nicht mehr so entscheidend. Stattdessen können wir uns jetzt endlich richtig auf unsere Zukunft im Norden freuen. Was uns fehlen wird, sind unsere Freunde hier im Süden. Aber sie haben uns reichlich Besuch versprochen – und auf diesen Teil unseres neuen Kapitels freuen wir uns jetzt schon ganz besonders.

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