22. Januar 2026 – Umzug mit Hindernissen, Teil 4- Happy End.

By

Ein 3. Mal binnen 10 Tagen sind wir also nun nochmal hin und her gefahren.

Wir mussten unseren „Kifferwagen“ in unserer alten Heimat wieder abgeben, das ging nicht anders. Bis Heide fuhren wir getrennt. Dort fand Evas „Rennmaus“, der nachgebuchte Sprinter, eine neue Heimat.

Rennmaus und Kifferwagen bei Sonnenaufgang auf „unserem“ Deich

Dann ging es weiter nach Böblingen. Nachdem wir den Kifferwagen in Sindelfingen abgegeben hatten, hieß es Wohnung streichen. Übernachten konnten wir bei Freunden.

Am gestrigen Mittwoch standen wir um kurz vor 7 Uhr auf. Ab 8 Uhr war geplant, die Wohnung zu putzen, die Pflanzen in unseren Ferdi zu laden und dann gegen Mittag wieder hoch zu fahren. Doch Pustekuchen, bei uns läuft nix wie geplant.

Erst mal mussten wir 2 farbige Wände erneut streichen. Dann dauerte das Putzen länger wie gedacht. Und das, obwohl eine liebe Nachbarin vor unserer Ankunft schon einmal durchgeputzt hatte. Dann stellte sich heraus, das sich doch noch einige „Kleinigkeiten“ in der Wohnung, dem Balkon, im Keller oder auf dem TG-Platz „versteckt“ hatten. Viel mehr als eigentlich in den Ferdi passte. Nun hieß es kreativ werden. Außerdem konnte unsere Vermieterin nur um 11:30 Uhr die Wohnungsübergabe machen. Und da waren wir lange noch nicht fertig. Ein Teil der restlichen, nicht benötigten Sachen, kam also in unser Zwischenlager nach Bissingen. Nochmal 2 Stunden zusätzlich!

Während ich mich anschließend in der hohen Kunst des Ferdi-Stopfens versuchte, polierte Eva mit schwäbischer Gründlichkeit unsere alte Wohnung und trug mir Pflanzen und „Kleinigkeiten“ nach unten. Letztendlich brachte ich Ferdi auf 100 % Volumenauslastung – jede Lücke hatte eine Aufgabe. Eva bekam am späten Nachmittag oben etwas Hilfe von unserer Vermieterin und schlussendlich waren wir (erst!) um 19:30 Uhr mit allem fertig. Auch mit unseren Kräften.

Geplant war ja, dass wir anschließend gleich zurück (in den Norden) fahren. Aber nun? Wir entscheiden uns dafür, einfach mal los zu fahren. Je nach Müdigkeitsgrad wollten wir Pause machen. Erstaunlicherweise ging die Fahrerei ganz gut. Wir sind tatsächlich durch gefahren und waren heute um 3:30 Uhr „daheim“.

Sonnenuntergang über den Dächern – vom Schafstall

In den letzten 10 Tagen sind wir ca. 3300 km gefahren, 5 mal durch fast ganz Deutschland, davon einmal mit dem Zug. Und nirgendwo lag so richtig Schnee. Nur im Norden – verkehrte Welt. Irgendwie auch für uns, denn nun ist das „Schwabenländle“, in dem wir die letzen Jahrzehnte gelebt haben, Geschichte.

Aber: Es geht uns wohl, in unseren alten Tagen.

Posted In , ,

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Amrum - unser Traum

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen