April 2026 – Von Aliens und Geistertüren: Eiderstedts mystische Seite

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Wir finden, es ist so langsam an der Zeit, euch etwas über die geheimnisvolle, mystische Seite unserer neuen Heimat zu erzählen und nahe zu bringen:

Es fing ja damit an, dass wir – kaum angekommen – mit einem Schauspiel verwöhnt wurden, das unsere Vorfahren in ihrem Glauben an gute und böse Mächte bestärkte: es waren Nordlichter zu sehen, und zwar diesmal wirklich mit bloßem Auge und nicht nur fotografisch. Lothar war leider so müde, dass er schon im Bett war, aber ich (Eva) wurde von meiner Lieblings-Exschwägerin per WhatsApp darauf hingewiesen: Eva, schau raus! Das habe ich gemacht und bei eisiger Kälte ein Schauspiel bewundert, wie ich es noch nie gesehen habe.

Nordlichter auf Eiderstedt im Februar 2026

Zwei Tage später, noch immer unter dem Eindruck des verzauberten Nachthimmels, schaute ich aus dem Fenster und wollte meinen Augen nicht trauen! Ein helles Leuchten stand am klaren Abendhimmel, ein Lichtschein wie aus einer anderen Welt. Ein UFO? Ich gebe ja zu, dass ich als bekennender Science-Fiction-Fan solchen Theorien gegenüber nicht ganz abgeneigt bin. Aber dass gerade ich über Eiderstedts Weiten eine solche Erscheinung beobachten sollte, war selbst für mich zu viel Zufall. Wie also lies sich diese Erscheinung sonst erklären?

Ich bin gespannt auf eure Theorien!!

UFO über Eiderstedt!!

Ein paar Wochen später, der Winter hatte Eiderstedt noch immer fest im Griff, waren wir morgens unterwegs nach Tönning. Das Land hatte sich in ein schimmerndes Gewand aus Nebel und Schnee gekleidet, durch das die Sonne sich ganz langsam hindurch kämpfte. Wieder wurde uns ein magischer Moment zuteil, als sie zart aus dem Nebel auftauchte und durch die kahlen Äste eines winterlichen Baums schimmerte. Ein Lichtschimmer durchzog unseren Weg. Elfengleich flatterte etwas vor uns über die Strasse. Da fühlt man sich wie in einem Märchen. Es hätte uns nicht gewundert, wenn vor uns ein paar Feen beim Morgenausflug über die Straße gehuscht wären.

Mystische Landschaft am frühen Morgen

Was uns aber endgültig von der Magie Eiderstedts überzeugt hat ist folgende Geschichte:

Es war einmal, vor nicht allzulanger Zeit, da wurde in einem hübschen kleinen Ort im Norden des deutschen Landes (wir nennen ihn mal Tönning), ein kleines Häuschen gebaut. Es lag fast einsam in einem versteckten, romantisch‑wilden Winkel abseits der Wege und gehörte einem jung vermählten, nun armen Liebespaar. Neben dem Häuschen errichteten die schmuckschaffende Gold-Hexe und ihr angetrauter Sich-Unsichtbar-mach-Scharlatan auch einen kleinen Schuppen, in dem sie ihrem kargen Gewerbe nachgehen wollten.

Und in diesem Anbau spukte es! Aber leider nicht in dem Sinne der Zauberleute. Es geschah von Zeit zu Zeit, dass die Türe die Bewohner nicht mehr herein lassen wollte. Sie verschloss sich, und kein Zauberspruch wie „Abrakadabra“, „geh endlich wieder auf, du blöde Tür!“ oder „Ohhauahauaha“, konnte sie dazu bewegen, sich wieder zu öffnen. Auch kein gut Zureden oder (sanfte) Gewalt ändert etwas an diesem Zustand!

War die Gold-Hexe etwa schon am Ende mit ihrem Zauberlatein? Oder lag das auch daran, dass ihre Stärke mehr im Gedankenlesen lag, als im Türen aufhexen?

Die Geistertür mit ihrem eigenem Willen

Nun geschah es, dass die Handwerker den Anbau betreten wollten und siehe da, nach einem Machtwort der Herren Maler oder Fliesenleger geschah das Unglaubliche, die Türe öffnete sich! Es war also etwas Persönliches – die Türe hatte sich gegen das Paar verschworen.

Da hieß es nun eine Lösung finden. Nach langer Zeit des Überlegens, Sprüche Aufsagens und fluchend vor der Türe Stehens, riefen die armen Hexenhausbesitzer den Ober-Zimmermann-Zauberer. Und dieser hatte auch bald eine Lösung parat und konnte den Willen der Geistertüre brechen! Seine Zaubersprüche und sanften mechanischen Hinweise bewegten die Türe dazu, sich zu öffnen und zu schließen, wie es gewünscht wurde. Und so kam es, dass die armen Leute und schlechten Magier unbesorgt die Türe hinter sich schließen konnten in dem Wissen, dass sie sich beim nächsten Mal auch wieder öffnet.

Doch leider war auch die Wirkung dieses Zauberspruchs nicht von Dauer. Nach kurzer Zeit wurden die Türbesitzer wieder nicht herein gelassen. Die Tür blieb zu und verschlossen und nichts regte sich. Abermals zu Rate gezogen, wusste der Ober-Zimmermann-Zauberer aber Abhilfe und schickte dem unfähigen Paar einen Tür-und Fenster-Druiden vorbei. Als dieser dann endlich bei dem Paar in dem kleinen Häuschen eintraf, hatte er viele Zaubersprüche parat, wie „Wat denn dat hier“, „Wer war denn da bei?“ und „Dat hebbt wi gliek richt“. Er wusste auch um die benötigten Handgriffe zu den Sprüchen und konnte die Geistertüre schließlich überlisten. Ab dieser Zeit war die Türe dem Paar gewogen.

Unser Haupteingang.

Und so lebten sie dann glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende!

Zumindest hoffen wir, dass es mal so kommt. Aber nun genug der Mythen und Geistergeschichten. Wir müssen wieder ins Häuschen und uns an den Böden gütlich tun. Es gibt viel zu tun: Packen wir‘s an! Oder besser: aus. Die Böden nämlich!

PS. Das Beitragsbild oben ist ausnahmsweise mal kein Foto von uns! Der Fotograf ist uns aber leider nicht bekannt.

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