So langsam ist ein Ende vom Hausbau absehbar. Die Holzwürmer von Talis sind schon lange raus. Die Strippenzieher haben fertig gestrippt, die Photovoltaikanlage ist installiert, stromert aber noch nicht. Der Fliesenleger hat seine Bereitschaft kund getan, nun auch bald anfangen zu wollen . . . (tat er dann auch).
Doch vorher wartet noch jede Menge Arbeit auf uns. Sämtliche Räume wollen wir selbst streichen – insgesamt 15 an der Zahl. Anschließend sind die Böden an der Reihe: In den neun nicht gefliesten Räumen werden wir eigenhändig Kork und Parkett verlegen. Aufmerksame Leser erinnern sich vielleicht: Die passenden Korkböden und das Parkett haben wir bereits zu echten Schnäppchenpreisen ergattert. Und sogar etwas Laminat ist noch übrig und wartet auf einen neuen Besitzer. Es gibt also allerhand zu tun; Langeweile haben wir aus unserem Vokabular gestrichen.

Wir waren ja schon eine ganze Weile nicht mehr in der alten Heimat gewesen, dort ist aber noch immer einiges zu erledigen, einzupacken und umzuziehen.
Und dann war da ja noch der leuchtend gelbe Mini, der aus dem Winterschlaf geholt und in die neue Heimat gebracht werden wollte. Also nahmen wir Ostern zum Anlass, um wieder in den Süden zu fahren. Diesmal ausgestattet mit einem ausgeliehenen, etwas größeren Anhänger, machten wir uns also auf den Weg.

Nach einer eigentlich gemütlichen Fahrt (wir durften immerhin 100 km/h fahren) und einer kleinen Polizeikontrolle (Überholverbot für Anhänger übersehen 🤨) kamen wir im Süden an und machten uns dort auf einen Ausräum-, Pack- und Besuchsmarathon. Jeder, der in eine ehemalige Heimat kommt, kennt das. Man möchte so viele Leute wie möglich sehen, und das in möglichst kurzer Zeit. Und dazwischen haben wir in Bi-Bissingen weiter ausgeräumt und den Anhänger vollgepackt. Auch diesmal wieder ist das „Voll“ wörtlich zu nehmen, da hatte nichts Platz zum Verrutschen oder auch nur Wackeln. Nur scheint auch dieses Haus ein Zauberhaus zu sein, denn irgendwie wird es nicht weniger darin, egal, was wir einpacken. Seltsam!!!! (Auch ein Zauberhaus? Davon nächstes Mal!)
Nach einer ruhigen Fahrt – jeder wieder 770 Kilometer in seinem Fahrzeug – mussten wir, in der neuen Heimat angekommen, nun auch diese Mitbringsel in unserer Wohnung am Altendeich verstauen. Naja, stauen können wir inzwischen… Aber seltsamerweise wird diese Wohnung immer voller, obwohl doch in Bissingen scheinbar kaum was weniger wird.

Mitte April waren die meisten Räume im Haus gestrichen. Das Treppenhaus haben wir unseren Maler, der ja nur die Wände zu verputzen hatte, machen lassen. Er hatte sein Gerüst eh dort stehen, das ging einfacher und schneller so. Und natürlich kann der das auch besser, wie unsereins.
Zum Bodenlegen hatten wir dann Hilfe von Evas Ältestem. Als Fan von Baumaschinen, Traktoren und Eisenbahnen, durfte er dann auch noch ein wenig die Zufahrt zum Haus in Ordnung bringen. Seit Evas meditativem Baggern war zwar der Graben zu, der Weg war aber noch unbefestigt und der Kranplatz vor dem Haus sollte zurück gebaut werden. Da kam der große Baggerfahrer und der kleine Mietbagger grade richtig!

Und so waren dann die ersten drei Räume mit Böden belegt und bis auf die Fußleisten fertig, und auch die Auffahrt eingeebnet, bevor er wieder in Richtung Süden abfuhr. Da wir bisher sonst keine Helferlein hatten, haben wir uns über seine Hilfe umso mehr gefreut. Darfst wiederkommen, Jung!


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