29. März 2026 – Amrum für Genügsame😉

By

Liebe Leser und Follower, jetzt habt ihr doch tatsächlich 4 Wochen lang nichts von uns gelesen – weil wir nichts veröffentlicht habe. Das hat einfach den Grund, das wir sehr viel um die Ohren hatten, wie z. b., upps, wir wollen ja nichts vorweg nehmen. Das kommt ja noch! Daher hier der nächste Beitrag, immer schön der Zeit-Reihe nach:

Heute gab es für uns eine Stippvisite auf Amrum, eine Mini-Dosis Kraftort sozusagen. Eigentlich war das so nicht absehbar, aber wie so oft, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Da wir letzte Woche schon um 8 Uhr auf unserer Baustelle sein mussten, und ich, Eva, eine bekennende Eule und somit Morgenmuffeline bin, wollten wir nach der Baubesprechung beim Bäcker frühstücken. Geplant, getan. Beim Bäcker am Marktplatz treffen sich den Vormittag über immer verschiedenste, meist ältere, (also noch älter als wir) Grüppchen zum Klönschnack. Und wie wir so da saßen, hörten wir ein Gespräch am Nachbartisch mit. Eine alte Dame klagte darüber, dass sie – mangels Mitfahrgelegenheit – nicht zur Konfirmation ihrer Enkelin konnte. Sie kann mittlerweile auch nicht mehr alleine Zug fahren, sie sieht ja sehr schlecht und kann keine Anzeigen mehr lesen. Die Dame war sehr traurig darüber, und auch ihre Freundin/Bekannte konnte sie leider nicht fahren, da sie selber an dem Termin schon verplant war. Im Gespräch kam irgendwann auch das Ziel (so dachten wir) zur Sprache, Dagebüll. Irgendwie ging mir das ans Herz, die Dame tat mir so leid, weil sie so traurig darüber war. Nach einer gewissen Überlegungs- und Mutfassphase bin ich hin und habe ihr angeboten, dass wir sie nach Dagebüll fahren könnten. Mein Hintergedanke: dann können wir ja nach Amrum an dem Tag. 

Ankunft auf Amrum. War Christo auch schon dort?

Sie war über unser Angebot überglücklich und nahm es auch wirklich an. Es stellte sich dann auch heraus, dass Föhr ihr eigentliches Ziel war. Noch besser!

Und somit war klar, wir gehen bald einen Tag nach Amrum.

Jetzt, knapp zwei Wochen später, sitzen wir schon wieder auf der Fähre heimwärts. Wir haben unsere Mitreisende, nennen wir sie einfach mal Agnes, nach Föhr gebracht und uns dort eine kurze Weile Wyk angeschaut, weil wir auf die nächste Fähre warten mussten. Dann ging es weiter nach Amrum. Dort haben wir diesmal einen Weg genommen, den wir noch gar nicht kannten. Wir gingen von Wittdün die Ostseite entlang bis nach Nebel. Die Flut war da, und wir hatten eine tolle Aussicht über das Meer nach Föhr, das zum Greifen nah war. Die Sonne strahlte vom Himmel und es wehte ein frischer Wind, kurz, es war wieder ein wunderschöner Tag und ein ebenso schöner Spaziergang. Das Einzige, was die Stimmung kurz ein bisschen trübte war meine, Evas, Schusseligkeit. Als wir auf die Fähre nach Wittdün sind, gab es einen kurzen Moment der Unachtsamkeit. Und genau da wollte ich meine Fahrkarte einstecken, habe sie aber wohl irgendwo hin gesteckt, nur nicht in meine Tasche. Als ich auf Amrum danach schauen wollt („wo habe ich eigentlich meine Fahrkarte hin getan?“), war sie weg. Fort, verschwunden, nicht mehr auffindbar. Eva doof!!!

Der Seezeichenhafen auf Amrum

Der Weg führte uns am Seezeichenhafen entlang nach Steenodde, dem kleinsten der fünf Orte auf Amrum. Weiter ging es dann bis nach Nebel, dem Epizentrum beschaulicher Friesenidylle. Dort – in der heimlichen Hauptstadt der Insel, (auch wenn Wittdün und Norddorf das vielleicht anders sehen) sind wir -natürlich- im Friesencafe eingekehrt und haben uns mit Torte, Kaffee und Tee verwöhnt. Dann ging es schon wieder zum Bus, denn wie gehabt, die Fähre wartet nicht, und wir wollen schließlich um 16:30 Uhr wieder in Wyk unsere „Agnes“ abholen. Nicht auszudenken, wenn wir die Fähre verpassen würden!

Kleines Leuchtturmmuseum auf dem Weg nach Steenode

Tja, ca 60 Minuten später stellt sich heraus, dass wir doch ohne sie fahren würden. Sie wollte zusammen mit einer Enkelin, die mit dem Auto auf Föhr war, an Bord kommen. Nur…was wir alle nicht wussten, es gehen zwei Fähren um diese Zeit. Eine um ca 16:25 Uhr (das ist die, die von Amrum kommt und in der wir sitzen) und eine um 16:30 Uhr, in der jetzt Agnes mit ihrer Enkelin ist. Mal wieder doof! Es gibt nirgends eine Info darüber, dass das so ist. Das ist eindeutig verbesserungswürdig von Seiten der WDR (Reederei)! Und bei zwei Fähren hintereinander kann man sich als Autofahrer natürlich nicht aussuchen, auf welche man will!

Agnes ist entsprechend aufgelöst, sie ist ja auch schon zarte 80 Jahre, da tut man sich manchmal mit solch unerwarteten Ereignissen etwas schwerer. Aber wie so oft: Ende gut, alles gut! Ihre Fähre kommt keine 10 Minuten nach unserer in Dagebüll an, und wir holen sie direkt am Ausstieg ab. „Dank“ ihrer Sehschwäche muss sie sich darauf verlassen, dass wir sie finden und einsammeln. Was wir natürlich machen.

Und so sind wir dann gemeinsam nach Tönning zurück gefahren. Wir haben Agnes an ihrer Wohnung mit Eiderblick abgeliefert und sind dann auch vollends Heim gefahren. Und da die letzte Woche doch ganz schön anstrengend gewesen war, sind wir daheim nur noch auf´s Sofa gefallen und haben erstmal nichts mehr gemacht.

Reetdachcharm in Nebel (nicht im Nebel)

Unser Fazit: es war schön, dass wir nach Amrum konnten, aber zu kurz, etwas zu hektisch. Also Amrum nicht angemessen!

Posted In , ,

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Amrum - unser Traum

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen