Seit etwa drei Monaten suchen wir nun ein passendes Häuschen auf Amrum – und sind hart wieder in der Realität gelandet. Aktuell wohnen wir ja in einer gemütlichen 2-Zimmer-Wohnung im Dachgeschoss – Schlafraum und Bad teilen sich ein Zimmer unter der Schräge. Klingt nach stylishem Loft? Ist es irgendwie auch. Nur mit eingebauter Beulen-Garantie: Wer nachts schlaftrunken aufs Klo tappt, stößt sich schon mal den Kopf.
Dafür haben wir einen kleinen Balkon, der überquillt vor lauter Blumen – unser Mini-Pflanzenparadies. Schön, aber eben auch: mini. Der Wunsch nach mehr wächst – mehr Platz, mehr Grün, mehr Raum zum Leben (und weniger Schädelprellungen).

Für unsere Wohnung, ein Büro, eine 12 qm große Werkstatt und einen Tiefgaragenstellplatz im Großraum Stuttgart zahlen wir ordentlich Miete. Aber mal ehrlich: Das Geld könnten wir auch in einen Immobilienkredit stecken. Dann hätten wir irgendwann weniger laufende Kosten – und vielleicht sogar ein bisschen was übrig, um uns einen eigenen Strandkorb auf Amrum zu gönnen.
Doch zurück auf den Boden der Tatsachen: Das Angebot auf Amrum ist… sagen wir – übersichtlich. Und die Häuser sind zu groß, zu teuer oder beides. Ursprünglich hatten wir mal ganz bescheiden mit einem 50-Quadratmeter-Wohncontainer geliebäugelt. Ein Haus inklusive ein, zwei Ferienwohnungen wäre ja nicht das Problem. Die zusätzlichen Kosten spielen sich ja dann wieder ein. Die Frage ist: Gibt’s auf Amrum überhaupt noch ein Haus ohne FeWo?
Aber die Preise! Die stehen den Immobilienkosten im Raum Stuttgart in nichts nach. Selbst das kleinste Haus mit Renovierungsbedarf kostet hier so viel wie ein Häusle mit Aussicht im Schwabenländle. Und dann kämen noch Umbauten dazu, um im Haus dann auch arbeiten zu können. Und bitte ein Schlafzimmer im Erdgeschoss – man wird ja nicht jünger. Ein Bett unter der Dachschräge ist nur so lange romantisch, bis der erste Treppenlift zur Diskussion steht.

Die ehemalige Pension? Charmanter Sanierungsfall mit sportlichem Preisetikett. Und das perfekte Häuschen für uns? Noch nicht gesichtet. Und ein bezahlbares schon gar nicht! Also: Traum geplatzt? Blog Ende nach sechs Beiträgen? Fragen über Fragen – ihr habt jetzt bestimmt auch welche, gell?
Aber wer weiß … vielleicht wartet irgendwo doch noch unser kleines Paradies – versteckt hinter einer Hecke, mit Platz für Tomaten, Werkzeug, Schreibtisch und einer langen, gemeinsamen Zukunft. Man darf ja träumen!
Und wenn nicht? Dann schreiben wir eben weiter. Mit Köpfchen. Auch wenn’s manchmal gegen die Dachschräge donnert. Und mit Humor, auch wenn es zeitweise ein ganz schwarzer Humor ist. Denn wer zuletzt lacht….

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