26. Juli 2024 – Ausblick

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Auf Eiderstedt haben wir inzwischen tatsächlich ein paar bezahlbare Häuser gefunden. Allerdings ist es auch hier wie überall: zu alt, zu klein, zu groß, zu verwinkelt oder einfach nicht passend für uns – und unsere (zugegeben leicht ausgefallenen) Ansprüche.

So reift langsam, aber stetig die Idee: Warum nicht selbst bauen? Der Anfang war ja ganz klein und bescheiden, ein Tiny-Haus. Dann begann der Traum vom „Living Space“ Containerhaus und ähnlich cleveren Konzepten. Schließlich landeten wir bei kleinen Fertighäusern. Wir sind ja bescheiden, brauchen nicht viel. Wir wollen aber auch zu Hause arbeiten können. Und schon wuchs das „Nicht viel“ zu einem „Doch ein bisschen mehr“.

Nach einigem Hin und Her sind wir bei einem Hersteller von Holzhäusern gelandet, der zufälligerweise da oben um die Ecke sitzt. In Husum! Diese sogenannten „Schwedenhäuser“ begeistern uns! Nicht nur, weil sie so charmant aussehen, sondern auch wegen ihrer hervorragenden Energiebilanz. Es gibt sie sogar als Nullenergiehäuser! Je öfter wir den Katalog durchblättern, umso mehr gedeiht die Idee, das mal durch zu planen. Und – ihr wisst schon, durch zu rechnen.

Weide und Hof auf einer ehemaligen Warft auf der Halbinsel Eiderstedt

Aber woher ein Grundstück nehmen und nicht stehlen?

Da kam uns heute der Zufall zur Hilfe: Lothar hatte kürzlich bei einer Maklerin wegen eines anderen Hauses angefragt – und dabei beiläufig erwähnt, dass wir gerne ein Holzhaus bauen würden. Das damalige Haus war nichts für uns. Es lag im Aussenbereich einer Ortschaft, in dem nichts vergrößert oder gar neu gebaut werden darf. Aber heute schrieb uns die Maklerin plötzlich, dass sie ein Grundstück zum Verkauf angeboten bekommen hat – mit einer fertigen Baugenehmigung für ein Holzhaus! Sie hatte sich an uns erinnerte und dachte, sie fragt mal an. Perfekt! Also haben wir am 6. August einen Termin mit den Eigentümern ausgemacht – Praktischerweise sind wir in der Zeit ohnehin in Nordfriesland unterwegs.

Denn da war noch ein Problem zu klären: Lothars Liebe zu den Bergen.

Blick vom Deich

Nordfriesland ist bekanntlich … flach. Sehr flach. Und Lothar, der sonst gerne die Aussicht von den Bergen genießt, war sich nicht sicher ob er in dieser Horizontweite dauerhaft glücklich werden würde. Ich liebe die Berge übrigens auch – aber ich finde, eine Aussicht vom Deich hat auch was. Trotzdem: Lothar wollte das erst nochmal mit eigenen Augen sehen.

So planten wir für Anfang August hoch gen Norden zu fahren. Mit „Ferdi“, unserem Camper. Ferdi, wie kommt man denn auf so einen blöden Namen?! Ganz einfach, hier braucht es nur ein wenig schwäbisches Sprachwissen: der Name ist eine Kurzform von: „der fährd di überall nå“ (der fährt dich überall hin), kurz Färdi, auf Hochdeutsch Ferdi.

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