Im November war es auf unseren „Baustellen“ verdächtig ruhig – fast zu ruhig. Aber alles gut, denn hinter den Kulissen wurde fleißig gewerkelt, gerechnet und geplant. Die Firma Talis jonglierte mit der Statik, bestellte tonnenweise Material und schraubte an der Vorfertigung. Die Bodenplatten-Profis waren tief in den Vorbereitungen und in unseren Kleiboden versunken, und wir? Wir planten den vielleicht kompliziertesten Mehrphasen-Umzug des Jahres. Denn: Wir ziehen in Etappen um – Stück für Stück, als könnten wir nicht genug davon bekommen. Erst das Büro von Lothar, Teils ins Zwischenlager nach Bietigheim-Bissingen, teils in Evas kleine Werkstatt nebenan. Dann Wohnung und Werkstatt in unsere Übergangsresidenz am „Altendeich“, und irgendwann – ganz entspannt und sündhaft teuer – folgt der Rest. Natürlich inklusive all der Schätze, Erinnerungen und Fundstücke aus Evas Elternhaus in Bissingen.🤦🤷♀️
In den letzten zwei Wochen haben uns unsere Tönninger Nachbarn, liebevoll unsere „Bauspione“ genannt, mit Fotobeweisen vom Baugeschehen versorgt. So konnten wir fast live mitverfolgen, wie sich was bewegt – oder manchmal eben auch nicht.

Das Wetter zeigte sich in dieser Phase nämlich wenig kooperativ: Anhaltender Regen und der schwere, lehmige, klebende Boden erschwerten die Arbeit für den Erdbauer erheblich. Geduld und Gummistiefel waren gefragt, und beides wurde ordentlich auf die Probe gestellt. So erfuhren wir beispielsweise, das der Baggerfahrer als erstes mal seinen Bagger versenkt hat. Den mit den großen Reifen. Er musste sich – wie wir zuvor auch schon mal – raus ziehen lassen. Dann erst kam der Kettenbagger zum Einsatz – die erste Verzögerung!
Hinzu kam der enge Zeitplan von Talis, wodurch die Umsetzung eine besondere Herausforderung darstellte. Trotz des intensiven Einsatzes der Bauarbeiter zeichnete sich ab, dass der ursprünglich geplante Baubeginn am 1. Dezember nicht zu halten sein wird.

Der Starttermin wurde schließlich auf den 8. Dezember verschoben. Das ist zwar nicht ideal, aber durchaus zu verkraften. Eine Verzögerung um eine Woche ist aus unserer Sicht vertretbar. Für den 12. Dezember steht nun der erste Abnahmetermin an, bei dem wir selbst dabei sein müssen. Bis dahin wird das Haus wohl noch nicht ganz so weit sein, wie ursprünglich gedacht, aber ein späterer Termin ist keine Option – schließlich läuft nebenher noch genug anderes.

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